Beef? Beer! Gute Kommunikation braucht die richtige Hefe!

Beim kommoTalk im Mai drehte sich alles um Kommunikation – und Bier. In seinem spannenden Vortrag nahm sich Georg Lahme, Vorstand bei Klenk & Hoursch Corporate & Brand Communications in Frankfurt, das Beispiel einer großen deutschen Brauerei vor. Die Leitfragen des Abends: Wie verändern sich Konzeption und Kreation, wenn Unternehmens- und Markenkommunikation digital werden? Und wann verschwimmen die Grenzen zwischen klassischen Disziplinen?

In der Unternehmenskommunikation geht es in erster Linie um das Verstehen der Wünsche des Kunden und darum, Reputation zu schaffen und das Image zu entwickeln. Dabei ist die Arbeit auf Augenhöhe sowohl mit dem Kunden, als auch mit allen Beteiligten des Konzeptionsteams besonders wichtig und ebenso die Bereitschaft zur Kooperation, zum Beispiel mit der Marketingabteilung des Kunden. Dies spielt im Prozess der Konzeptentwicklung eine große Rolle, denn eine systematische Vorgehensweise kann vieles erleichtern: Zunächst sollte man herausarbeiten, welche Marketing- und Kommunikationsstrategien es im Unternehmen schon gibt. Darauf aufbauend können neue Kommunikationsziele konzipiert werden, wobei deren Umsetzung wieder mit dem Anfangsbestand abgeglichen werden sollte.

Vor der Entwicklung eines Kommunikationskonzepts ist es zunächst einmal wichtig, richtig hinzuhören: Was will der Kunde? Will er wirklich PR, oder vielleicht doch Leadmanagement? Bin ich der richtige Ansprechpartner, um seine Wünsche zu erfüllen? Wenn ja, gilt es, die richtigen Spezialisten für das Team zu finden und sich für die Recherche – den ersten Schritt der Konzeption – viel Zeit zu nehmen. Vom Bedürfnis des Kunden aus zu denken und sich ganz genau mit dem Auftraggeber zu beschäftigen spielt hier eine besonders große Rolle. Im Anschluss an die Analyse wird dann eine Strategie entwickelt, Ziele und Zielgruppen werden definiert. Dann kann der Kommunikationsexperte Botschaften und schließlich Maßnahmen entwickeln. Man muss also die richtigen Geschichten für die richtigen Leute über die richtigen Kanäle senden. Der Erfolg des Konzepts soll dabei stets messbar sein. Dabei gilt es, sich zu überlegen, an welche Themen die Kommunikation angeknüpft werden kann. Steht vielleicht ein Firmenjubiläum an? Oder kann ich an wichtigen Werten für das Unternehmen wie Gemeinschaft, Gastfreundschaft oder den engen Bezug zur Region ansetzen? Im Anschluss wird abgewogen, welche Themen für welche Zielgruppen interessant sind und über welche Kanäle welche Botschaften gesendet werden. Dabei werden auch immer Kommunikationsformen wie Social Media Kanäle berücksichtigt.

Durch die Digitalisierung hat sich also die Kreation und Konzeption der Unternehmens- und Marketingkommunikation einschlägig verändert. PR-Leute müssen verstärkt auch Online-Kanäle im Blick haben, um alle Zielgruppen erreichen zu können. Das schafft neue Herausforderungen, aber auch Chancen, ganz neue Konzepte zu kreieren, die überraschen und sich von den klassischen Kommunikationskonzepten abheben. Klenk & Hoursch versuchen deshalb, in ihrer Arbeit Entwicklungen wie Digitalisierung und Transparenz gerecht zu werden. PR muss laut Georg Lahme den digitalen Horizont erweitern und mit anderen Disziplinen kooperieren, sonst wird sie links und rechts überholt und verendet am unklaren Wertbeitrag.

Wir danken Georg Lahme von Klenk & Hoursch für den spannenden Vortrag über die richtige Herangehensweise an ein Kommunikationskonzept und die Veränderungen im digitalen Zeitalter sowie die Einblicke in zukünftige Kommunikationsstrategien einer großen Biermarke.