kommoTalk beim PRCC Sommersymposium in Berlin

Für das PRCC Sommersymposium sind auch Mitglieder von kommoguntia die über 600 Kilometer nach Berlin gefahren. Die Location an der Friedrichstraße in Mitte ist hip, das Wetter sonnig, aber die entscheidende Frage, die sich stellt, ist: „Hat sich das gelohnt?“. Das Programm jedenfalls versprach einiges.

Der wichtigste Programmpunkt für kommoguntia war natürlich der kommoTalk. Moderiert von David Peter stellten sich Anja Pfeffermann von der CDU und Sarah Kübler von HitchOn einem Arbeitgebercheck; Politik-Establishment gegen Start-up. Die Studentinnen und Studenten konnten Fragen zum Arbeitsalltag, der Bezahlung und den Karrierechancen stellen. Fazit: Wer beim Aufbau eines Unternehmens dabei sein will und mit den entsprechenden Arbeitszeiten, dem Stress und der gelegentlichen Planlosigkeit klarkommt, sie vielleicht sucht, um sie mit Kreativität wieder zu ordnen, der ist bei einem Start-up genau richtig. Für Leute, die strukturierter arbeiten wollen und sich für Politik interessieren ist hier das Politikestablishment die richtige Wahl. Aber: „Die große Politik wird hier nicht gemacht, da haben manche die falschen Erwartungen“, so Anja Pfeffermann, „wir machen die Kommunikationsarbeit“.

Auf dem Programm beim PRCC Sommersymposium standen auch noch eine Podiumsdiskussion von PR-Professionals über die Karriere in der Kommunikationsbranche und ein Pitch von drei Agenturchefs um den besten Nachwuchs. Der Hashtag #ThePitch war zeitweise trending topic bei Twitter. Bei den Talks und Pitches  wurden auch einige starke Thesen vertreten: „Wer Social Media kann, kann auch alles andere!“, davon war Thomas Kollner von E.ON überzeugt. Dass Dirk Popp, CEO bei Ketchum Pleon, meinte: „Bei uns gibt es kein PR-Kauderwelsch, wir wollen impact!“, hat dann auch beim mit dem PR-Vokabular vertrauten Publikum für ein paar Lacher gesorgt.

In zwei BarCamps erarbeiteten die Studierenden Antworten zu Fragen des Einflusses der Digitalisierung auf die Branche und darauf, ob und wie man als Spezialist bzw. Generalist Karriere machen kann. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aber besonders gespannt auf das Mentoring Meeting und Karrieretreffen am Ende der Veranstaltung. Der direkte Kontakt mit den Agentur-CEOs ist in einer Branche „die darauf basiert Visitenkarten auszutauschen“, wie Nils Hille von der Deutschen Akademie für Public Relations (DAPR) es ausdrückte, besonders interessant.

Foto: © Tony Haupt Photo