kommoExkursion zu Fraport: Wir sagen Ja zu FRA!

Der Frankfurter Flughafen: ein Ort, der Vorfreude, Abschiedsschmerz, Aufregung und Spannung vereint. Ein Ort, der Träumen Flügel verleiht und wo die Freiheit grenzenlos scheint. Ein Ort, der so viele Menschen weltweit verbindet und gleichzeitig wieder trennt.

Nüchtern betrachtet ist der Frankfurter Flughafen mit einem Passagieraufkommen von 61 Millionen der größte Passagierflughafen deutschlandweit, mit durchschnittlich 2 Millionen Tonnen Fracht der zweitgrößte Frachtflughafen in Europa und 7,8 Millionen km² Bahnen- und Vorfeldflächen der drittgrößte Flughafen in Europa. Der Frankfurter Flughafen stellt mit rund 81.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland dar und Fraport selbst, die Trägergesellschaft des Frankfurter Flughafens, hat rund 21.000 Beschäftigte. Mit seinen zahlreichen Branchen-Schnittpunkten, der thematischen Vielfalt und Internationalität überzeugt die Fraport AG auch als ein spannender, international agierender Kommunikator. Am 14. Juni hatte kommoguntia e.V. im Rahmen einer kommoExkursion die einzigartige Möglichkeit, sich selbst ein Bild von Fraport zu machen.

Den Auftakt der Exkursion bildete ein Besuch der Fraport Pressestelle. Hier vermittelten Maria Linden (Medienservice) und Jörg Machacek (Sprecher Personal und Cargo) detaillierte Einblicke in die Fraport-Unternehmenskommunikation im Hinblick auf die Bereiche Media Relations, Pressearbeit und Kommunikationsplanung. Dieser komplexe und umfangreiche Arbeitsbereich wird von einem 20-köpfigen Team abgedeckt, welches für die nationale aber auch internationale Pressearbeit zuständig ist. Weitere 80 Mitarbeiter sind für die interne und politische Kommunikation, aber auch das Kundenmanagement zuständig. Als größte Herausforderung für die Flughafenträgergesellschaft wurde uns hier der Spagat zwischen planbarer und nicht-planbarer Kommunikation genannt. Vor allem Themen rund um Fluggastsicherheit, Umweltfaktoren oder Streiks und Demonstrationen gewannen in den vergangenen Jahren an Bedeutung und nehmen neben der klassischen Medienarbeit eine besondere Bedeutung ein. Die große gesellschaftliche Aufmerksamkeit, die Schnelllebigkeit der Kommunikation an sich, aber auch technische Neu- und Weiterentwicklungen stellen eine zusätzliche, nicht zu unterschätzende Herausforderung dar.

In der aktuellen Kommunikationsstrategie der Fraport AG spiegeln sich zwei zentrale Trends wieder. Zum einen die Aufgabe, das „technische Monstrum“ FRA zum menschlichen Flughafen zu machen und somit den Passagieren, Anlegern und weiteren Anspruchsgruppen authentisch näher zu bringen. Dies erfolgt vor allem durch emotionale und personalisierte Ansprache in Form von Storytelling und Content Marketing, welche proaktiv wirken soll: angefangen beim Bettwanzenspürhund bis hin zum multilingualen Personal Shopper. Als zweiten Trend setzt Fraport aktuell ganz auf das Thema „online first“. Hier gilt es, Leitthemen zu entwickeln und gemeinsam im regelmäßigen Redaktionstreffen zu erarbeiten; bei Fraport werden aktuelle Kommunikations-Trends wie der Newsroom-Ansatz aufgegriffen und erfolgreich umgesetzt. Die Digitalisierung und Streuung des Contents verlangt eine integrierte Gesamt-Kommunikationsstrategie, welche konsequent bei Fraport verfolgt wird. Dafür ist es erforderlich neben klassischer Pressearbeit auch crossmedial Media Relations-Kanäle zu pflegen, wie beispielsweise das TV-Magazin, der Fraporter, Service News oder StartFrei.

In einem zweiten thematischen Block wurde uns die „Ja zu FRA“ Kampagne präsentiert und die Mitglieder von kommoguntia e.V. erhielten schrittweise Einblicke in die die Planung und Durchführung einer erfolgreichen Kommunikationskampagne. Die 2012 ins Leben gerufene Kampagne „Ja zu FRA“ richtete sich gezielt an die Öffentlichkeit und soll durch Positivität und Leidenschaft für die Luftfahrt die Bedeutung des Flughafens ins Zentrum des öffentlichen Bewusstseins rücken. Mithilfe einer Botschafter-Strategie wird mithilfe von prominenten Testimonials und Bürgern dem Flughafen ein Gesicht gegeben und 1.000 Gründe für FRA ausgesprochen. Durch öffentliche Aktionen und Präsenz in der Innenstadt Frankfurts wurde nicht nur ein Bewusstsein geschaffen, sondern auch die Bindung zum Flughafen verankert und ausgebaut. Eine eigens kreierte Microsite und Social-Media-Kanäle bieten hierfür die geeignete Informationsplattform, um dieses Bewusstsein flächendeckend zu kreieren.

Nachdem der erste informative Teil der Exkursion beendet war, erhielten wir noch eine exklusive Rollfeldtour unter der Leitung von Roy Watson. Wir haben uns diese Chance nicht entgehen lassen, zumal man als Passagier nie so nahe an den „Puls des Flughafens“ gelangen und direkte Blicke hinter die Kulissen eines internationalen Passagier- und Flughafens der Premiumklasse werfen kann. Wir konnten uns der Faszination nicht entziehen und egal ob wir die Takeoffs und Touchdowns der Airlines direkt bestaunten, das Beladen verfolgten oder die brandneue Fanhansa der Lufthansa begrüßten: Am Schluss haben wir alle das Gefühl mitgenommen „dem Himmel ein Stück näher gekommen zu sein“.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Maria Linden und Jörg Machacek für die spannenden Einblicke in die Fraport-Unternehmenskommunikation sowie bei Roy Watson für eine aufregende Rollfeldtour!