„Mitarbeiter müssen zusammen feiern können“ – Dr. Volker Klenk über die Interne Kommunikation von Jägermeister

Marken zulassen, Marken leben, Spaß haben: Wie die Unternehmenskultur zum Erfolg beiträgt, erklärte Dr. Volker Klenk am 29. Mai 2017 bei kommoguntia. Klenk nutzte für seine Ausführungen das Beispiel des Spirituosenherstellers Jägermeister. In dem Unternehmen aus Wolfenbüttel hatte ein Führungswechsel 2017 eine strategische Neuausrichtung eingeleitet.

Im Rahmen eines Seminars hatte Klenk mit den Studierenden des Masters Unternehmenskommunikation/PR ein Projekt zur Planung der Internen Kommunikation bei Jägermeister angestoßen. Aufgabe: Den Kulturwandel mit neuen Formaten und Instrumenten zu fördern. „Denn Marken können von innen heraus zerstört – aber eben auch gestärkt werden“, so Agenturinhaber Klenk über die Wichtigkeit von Mitarbeiterkommunikation.

Andreas Lehmann, Leiter Public Relations beim Kräuterlikörhersteller, gab den Studierenden zu Beginn des Semesters ein umfassendes Briefing. Im Laufe des Semesters hatte Klenk dann mit den Studierenden an den Konzepten gearbeitet. „In unserem Projekt haben wir vor allem Wert auf Aktions-Leuchttürme gelegt, also einige Maßnahmen, die besonders hervorstechen.“ Wie diese Maßnahmen aussehen könnten, hatten die Studierenden in Kleingruppen erarbeitet und Andreas Lehmann am Ende des Semesters vorgestellt.

„Wir wollten eine realistische Pitch-Situation schaffen – mit echtem Kunden“, so Klenk weiter. Wichtig für die Präsentationen seien dabei vor allem ikonografische, eingängige und dramaturgisch sinnvoll aufgebaute Charts. Notizen, viel Schrift und langweilige PowerPoint Präsentationen waren nicht erlaubt. Die Ideen der Studierenden dienten Klenk und Jägermeister als Basis für eine Kampagne, die den Kulturwandel von Jägermeister künftig voranbringen soll.

„Starke Marken präsentieren sich nicht nur nach außen, sondern werden auch intern von den Mitarbeitern gelebt“, so Klenk. Die Unternehmenskultur diene dabei als wichtiger Treiber für die Erreichung der Unternehmensvision. Der Prozess des Kulturaufbaus und der -erhaltung sei nie vollständig abgeschlossen: „Der Erfolg von gestern ist nicht automatisch der Erfolg von morgen“, schloss Klenk seinen Vortrag zur Strategie-Entwicklung.

Dr. Volker Klenk ist Gründungsgesellschafter und Vorstand der Frankfurter PR-Agentur Klenk & Hoursch. Seit 2017 hält er zudem eine Honorarprofessur am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Wir bedanken uns bei Volker Klenk für die interessanten Einblicke und freuen uns auf seine weiteren Vorträge an der JGU!

Fotos: Kevin Schwarz