Spannende Einblicke in das Community-Management mit Facebook-Gruppen

Das noch sehr junge Alumni-Format „Auf eine Weinschorle mit …“ ging am 5. Mai in die nächste Runde. Unsere Gästin diesmal: Andrea Leick, selbständige Facebook-Gruppenexpertin und Communitymanagerin. In entspannter digitaler Atmosphäre erklärte sie den kommo Mitgleidern nicht nur, wieso Facebook lange noch nicht tot ist, sondern gab auch nützliche Tipps für die Selbständigkeit.

Spätestens als Andrea den kommos nach wenigen Minuten zeigte, wie man gemeinsam lautlos in Online-Meetings seine Zustimmung zeigt und auf einmal um die 30 Arme über den Bildschirm wirbelten, entwickelte sich ein unterhaltsamer und lockerer Donnerstagabend. Man merkte der Jungunternehmerin an, dass sie sich mit digitalen Zusammenkünften auskennt.

Wie verdient man mit Facebook-Gruppen eigentlich Geld?

Beruflich ist sie allerdings nicht bei Zoom, Skype und Co. zuhause, sondern lebt ihre Leidenschaft für Facebook-Gruppen aus. Genauer gesagt leitet sie die knapp 24.000 Mitglieder starke Gruppe „Selbständige & Unternehmer“. Diese ist damit die größte Unternehmergruppe der DACH-Region.

Mitglieder der Gruppe können über Andrea ihre Dienstleistungen und Angebote sichtbar machen, Kundenkontakte gewinnen oder Personen finden, deren Kunden sie werden möchten. Ihr Geld verdient sie hauptsächlich mit Werbepartnerschaften in Form von Live Webinaren und Interviews innerhalb der Gruppe.

Die häufig verbreitete These, dass Facebook am „Aussterben“ sei, hält Andrea für einen Mythos. Ihre Arbeit zeige, dass das soziale Netzwerk immer noch eine enorme Reichweite besitze. In der Anfangszeit der Pandemie ist ihre Gruppe innerhalb von sechs Monaten um 10.000 Mitglieder gewachsen.

Flexibilität der Selbständigkeit lieben gelernt

Dass sie sich einmal in dieser Form selbständig machen würde, hätte Andrea während ihres Masters an der JGU wohl selbst noch nicht gedacht. Zwar meldete sie früh ein Gewerbe an, damals aber noch für verschiedene Nebenjobs und als Zumba-Lehrerin. Sie erzählt, dass sie damals schon auf den Geschmack gekommen sei. Nach dem Abschluss ging es jedoch erst einmal in zwei lehrreiche Anstellungsverhältnisse, bevor sich ihr Leben sowohl beruflich als auch privat um 180 Grad veränderte.

Seitdem ist Andrea „mit großem Herzen selbständig“, wie sie sagt. Auch wenn sie wisse, dass das nicht für jeden etwas ist, könne sie die kommos nur ermutigen, den Schritt zu wagen, wenn man mit dem Gedanken spielt: „Das stellt man sich schwieriger vor als es ist“, betont sie.

Auf die Frage, was sie besonders an dieser Art zu arbeiten schätze, antwortet sie:

„Ich finde es hängt sehr viel davon ab, mit wem ich meinen Arbeitsalttag verbringe und wann ich arbeite. Für mich war die Selbständigkeit deshalb ein echter Befreiungsschlag. Jetzt mache ich das, worauf ich Lust habe und bin dafür selbst verantwortlich, mich zu motivieren.“

Tipps für den Einstieg als Selbständige/r

Zum Abschluss ergatterten die Teilnehmenden auch noch mehrere wertvolle Tipps von der Expertin für den Einstieg in die Selbständigkeit:

      • Erzählt den Menschen von euch, was ihr macht und wo ihr arbeitet. Damit positioniert man sich sofort in den Köpfen der anderen. Diese kommen auf dich zurück und empfehlen dich weiter.
      • Es ist völlig egal, ob ihr schon Experten seid. Man unterschätzt sich selbst eher, in dem was man leisten kann.
      • Umgebt euch mit Gleichgesinnten, sucht nach Vernetzungsmöglichkeiten und gemeinsamen Interessen und erweitert euren Kontaktkreis

Da sie selbst das Uni-Leben sehr genossen hat, motivierte Andrea die kommos zum Abschied, alle universitären Angebote so gut es geht zu nutzen und Erfahrungen zu sammeln. Eine solche Vielfalt an Möglichkeiten komme schließlich so schnell nicht wieder und sei die perfekte Grundlage für viele spätere Karrierewege.

Wer Fragen an Andrea Leick hat, sich gerne mit ihr vernetzen oder auch zusammenarbeiten möchte findet sie am besten über ihr LinkedIn– sowie Facebook-Profil oder Tritt hier ihrer Facebook-Gruppe bei.

 

Geschrieben von Maximilian Barz