Kommunikationsstrategien während eines IT-Notfalls: Wie kommuniziert man authentisch?

Wie werden Krisen, insbesondere bei Cyber- & Ransomware-Angriffen, kommuniziert? Das erläuterte uns Marc Lenzke, LL.M., Partner bei der Unternehmungsberatungsfirma Dunkelblau. Cyber-Angriffe betreffend zunehmend alle kleineren und größeren Institutionen, Firmen und Organisationen. Daher ist der erste und vielleicht wichtigste Schritt im Umgang mit IT-Notfällen die Krisenprävention.

Wir fragen nach: Was ist eigentlich eine Krise? Marc Lenzke sagt: „Krise ist, wenn Stakeholder glauben, dass es eine Krise ist.“ Es gibt verschiedene Krisentypen: Opferkrisen, Unfallkrisen und Verantwortungskrisen. In jedem Fall suchen Stakeholder nach Verantwortlichen, wenn ihre Erwartungen enttäuscht werden. Um darauf vorbereitet zu sein, sollten Prozesse zur Erfassung und Bewertung der Krise etabliert sein.

Kommt es trotz Prävention doch zu einem akuten Krisenfall, muss Dunkelblau die betroffenen Unternehmen in der Moderation enttäuschter Erwartungen unterstützen. Schritt für Schritt erklärt Marc Lenzke den strukturierten Ablauf der Krisenbewältigung vom Bilden eines Krisenstabs, über die Kommunikation mit Stakeholdern bis hin zum Abwägen, ob im Falle einer Lösegeldforderung auch tatsächlich Verhandlungen dahingehend stattfinden sollten. Was anfangs sehr technisch klingt, wurde sehr anschaulich an einem konkreten Fall aufgearbeitet.

Wie der Alltag eines Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin bei Dunkelblau aussieht? Das komme sehr auf den Fall an. Marc Lenzke erzählt: „Einmal war ich für zwei Wochen ununterbrochen bei einem Kunden vor Ort, um bei der Krisenbewältigung zu helfen.“ Es sei aber nicht jeder Fall so gravierend. Manchmal seien die Hacker sogar sehr kooperativ, lacht Marc.

Wir danken unserem Förderer Dunkelblau und insbesondere Marc Lenzke sehr herzlich für den spannenden und aufschlussreichen Vortrag und sind bestens gewappnet für den nächsten Krisenfall.

Geschrieben von Anne-Sophie Joos-Arp.