Man kennt sie aus dem Fernsehen: Die Bilder vom berühmten Frankfurter Börsenparkett. Ratternde Zahlen; Menschen, die konzentriert auf Bildschirme schauen; hin und wieder wird eine Glocke geläutet. Aber die wenigsten wissen, dass dahinter mit der Deutschen Börse ein Unternehmen mit rund 14.000 Mitarbeitern weltweit steckt. Noch weniger wissen aber, was dieses Unternehmen genau macht. Zu diesem Personenkreis gehören wir jetzt nicht mehr, denn am 26. Januar haben wir von Patrick Kalbhenn, Louisa Klein und Oliver Frischemeier das und noch mehr bei unserer kommoExkursion über die Deutsche Börse erfahren.
Auf der Besucherebene mit perfekter Sicht auf das Börsenparkett wurde uns dazu erklärt, dass die Arbeitsplätze der Händler einiger Banken dort unten zwar hauptsächlich zur Außenwirkung bestehen, aber gleichzeitig den traditionellen Börsenhandel ausmachen. Das eigentliche Bürogebäude befindet sich in Eschborn, dort findet die hauptsächliche Unternehmensaktivität statt. Aber was macht die Deutsche Börse Group genau? Da waren wir zunächst auch überfragt und wurden direkt aufgeklärt. Kurz gesagt: Die Deutsche Börse ist für Marktinfrastruktur verantwortlich. Sie baut und betreibt verschiedene Handelsplattformen und -systeme, entwickelt und verwaltet die unterschiedlichen Softwareanwendungen für Finanzsysteme und ist wahrscheinlich am bekanntesten für den Aktienindex DAX, in dem die Deutsche Börse selbst auch gelistet ist.
Damit ist es wenig überraschend, dass die Kommunikationsabteilung der Deutschen Börse auch eine entsprechende Größe aufweisen kann. Stellvertretend für die verschiedensten Bereiche der internen & externen Unternehmenskommunikation leiten Patrick Kalbhenn (Stellvertretender Konzernsprecher), Louisa Klein (Kommunikation für IT, New Technologies& ESG) und Oliver Frischemeier (Corporate Communications & Engagement) durch die kommoExkursion. Zusätzlich zur Vorstellung darf das gesunde Maß an Werbung für die Deutsche Börse natürlich auch nicht fehlen: Regelmäßig werden bei der Deutschen Börse auch Werkstudentenstellen, Praktikumsplätze oder auch Volontariate angeboten.
Im Anschluss bekam die kommoExkursion eine eher unerwartete Wendung: Nach einem kurzen Rundgang über das heilige Börsenparkett – natürlich mit obligatorischem Foto vor der DAX-Anzeige – wurde uns zuerst der Platz vom ARD-Hörfunk-Börsenstudio gezeigt. Dort wurden wir von Claudia Wehrle überrascht, die uns in dem Zusammenhang direkt aus der Praxis von der Arbeit an diesem Platz erzählen konnte. Von den Zeiten, in denen die Reporter aus einem Stapel an Papieren in möglichst kurzer Zeit die konkreten Informationen fischen mussten und als das Radio noch das schnellste Medium für Aktionärinnen und Aktionäre war. Danach ging es weiter in die Büros des ZDF-Studios, wo wir ähnlich empfangen wurden: Ein kurzer Blick durch die Tür und schon finden wir uns im Regieraum vor einer meterlangen Wand von Bildschirmen und Knöpfen wieder. Und wenn man schon mal da ist, geht es natürlich auch direkt weiter zum Kameraplatz des ZDF. Eine kleine Einführung in die Kameraführung und Teleprompter-Simulation gehört da natürlich auch dazu. Und kaum sind wir wieder auf dem Börsenparkett unterwegs, ist die Aufzeichnung der Wirtschaft vor acht von Markus Gürne fertig, sodass er uns auch noch Einblicke in die Sendung und ihre Entwicklungen geben kann. Mittlerweile verzeichnet Wirtschaft vor acht in der Mediathek höhere Aufrufzahlen als manch ein Tatort, insbesondere in der Zielgruppe bis 29 Jahren.
Alle Sendungen und Formate, ob ARD-Hörfunk, ZDF oder Wirtschaft vor acht, haben eine Gemeinsamkeit: Es geht lange nicht mehr um eine bloße Angabe der Börsenzahlen, diese werden im Internet erheblich schneller dargestellt. Den Zuschauenden und Zuhörenden geht es um eine allgemeine Einordnung: Was sind die Ursachen? Wie geht es weiter? Und was heißt das konkret für mich?
Geschrieben von Frederick Dustmann.


