Kommunikation Reloaded: Praxisnahe Einblicke in die interne Kommunikation mit JP KOM im KommoTalk

Der KommoTalk am 7. Dezember, geleitet von Jörg Pfannenberg, Geschäftsführer von JP KOM, und Lea Strottner, Beraterin bei JP KOM, präsentierte uns die Dos and Don’ts der internen Kommunikation anhand praktischer Beispiele. Dabei lag nicht nur der Fokus auf kritischer Betrachtung, sondern auch auf praktischer Anwendung, indem wir selbst mit dem Tool „Cofenster“ eigene Videos produzieren konnten.

Interne Kommunikation: Wie geht‘s richtig?

Dieser Frage widmeten sich Jörg Pfannenberg und Lea Strottner im KommoTalk. Zunächst erklärte Jörg Pfannenberg die Bedeutung der internen Kommunikation bei Unternehmensveränderungen und betonte, dass immer mehr Unternehmen auf das Bewegtbild setzen. Aus dem Talk wurde deutlich, dass dieses Medium im ständigen Wandel ist. Es geht um Medienkompetenz und gleichzeitig Authentizität – der Weg zur erfolgreichen internen Kommunikation erfordert eine ständige Anpassung und Weiterentwicklung.

Praktische Beispiele verdeutlichten, wie Unternehmen national und international versuchen, mithilfe von Bewegtbildern ihre Mitarbeitenden für zukünftige Unternehmensperspektiven zu motivieren, sie emotional abzuholen und komplexe Inhalte zu vermitteln. Die vorgestellten Beispiele zeigten, dass die Art und Weise, WIE Informationen kommuniziert werden, von entscheidender Bedeutung ist.

Die Dos and Don‘ts der internen Kommunikation

Die Beispiele machten deutlich, dass die internen Themen nicht immer erfolgreich durch das Bewegtbild vermittelt werden. Dies wirft die Frage auf, wieso es bei manchen Unternehmen funktioniert und bei anderen nicht. In diesem Kontext definierten Jörg Pfannenberg und Lea Strottner die Dos und Don‘ts der internen Kommunikation anhand von Bewertungskriterien.

Die Kriterien nach Schulz von Thun – Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell – legen die Anforderungen an die Kommunikation fest. An der Stelle waren wir selbst gefragt, die Videos kritisch zu bewerten. Die kritische Bewertung der Unternehmensvideos verdeutlichte, dass Authentizität einen Schlüsselfaktor darstellt. Das Video mit dem Vorstandsvorsitzenden eines DAX-Konzerns zeigte deutlich, dass ein vorgetragenes Skript weniger authentisch wirkt und die geringe Spontanität Unsicherheit über seine Führungsqualitäten verursacht. Im Kontrast dazu setzte ein anderes Video auf individuell erstellte Beiträge der Mitarbeitenden, die selbst produziert wurden. Dieser User-Generated-Content bietet Authentizität und Wertschätzung der Mitarbeitenden. Jedoch sind auch Qualitätsdefizite, Kontrollverlust und mangelnde Medienkompetenz zu beachten. Diese Beispiele verdeutlichen, dass Authentizität eine Inszenierung ist, die es gilt im Bewegtbild geschickt umzusetzen.

Cofenster: (Handy-) Kamera in die Hand und eigene Videos produzieren

Lea Strottner präsentierte abschließend das Tool „Cofenster“, das Stakeholdern ermöglicht, selbst Kurzvideos mit dem Handy zu erstellen, zu bearbeiten und hochzuladen. Am Ende des Talks waren wir selbst aktiv und konnten das Tool „Cofenster“ eigenhändig ausprobieren. Wir nutzten unsere eigenen Handykameras, um Kurzvideos zu erstellen und angehende Studierende von der Uni Mainz als Studienplatz zu begeistern.

Jörg Pfannenberg und Lea Strottner haben uns nicht nur einen spannenden Einblick in die Praxis gegeben, sondern auch einen offenen Austausch über die Herausforderungen und Möglichkeiten in der internen Kommunikation ermöglicht. Wir möchten uns herzlich bei den beiden für den interessanten Talk und die praxisnahen Einblicke bedanken.

Geschrieben von Nadine Fojcik